
Ein Gewerbegebiet mit erneuerbarer Energieversorgung
Das interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Kassel-Calden soll klimaneutral entwickelt und zu einem hohen Anteil mit Energie aus eigener Erzeugung versorgt werden Strom, Wärme, Kälte und Prozessenergie sollen dabei möglichst vor Ort erzeugt und gespeichert werden.
Gemeinsam mit den Städtischen Werken Kassel entwickelt die Flughafen GmbH Kassel ein Versorgungskonzept auf Basis erneuerbarer Energien. Dabei sollen unter anderem Photovoltaik, Solarthermie, Biomethan, Geothermie und die Nutzung von Abwärme zum Einsatz kommen. Eine 20-Kilovolt-Mittelspannungsversorgung ist bereits vorhanden. Um den steigenden Bedarf abzudecken, ist bis voraussichtlich 2030 ein 110-Kilovolt-Umspannwerk vorgesehen.
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Infrastruktur für eine emissionsärmere Luftfahrt
Elektrisches Fliegen und Green Aviation gehören zu den drei Zukunftsfeldern des Kassel Airports. Gemeinsam mit dem Bremer Luftfahrtunternehmen Evia Aero plant der Flughafen dafür eine eigene Energie- und Ladeinfrastruktur.
Vorgesehen sind eine Freiflächen-Photovoltaikanlage, ein Batteriespeicher und Ladepunkte für elektrisch betriebene Flugzeuge. Der vor Ort erzeugte Solarstrom soll gespeichert und bei Bedarf für den Flugbetrieb bereitgestellt werden. Nach aktuellem Planungsstand soll die Anlage 2028 in Betrieb gehen.
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Erste Einsatzmöglichkeiten bieten sich dort, wo kurze und gut planbare Flüge bereits zum Alltag gehören: bei Flugschulen, Vereinen und in der Allgemeinen Luftfahrt.

Elektrischer Regionalflug als Zukunftsperspektive
Perspektivisch können elektrische Flugzeuge auch auf regionalen Passagierverbindungen eingesetzt werden. Beim elektrischen Small Air Transport, kurz eSAT, stehen kleinere Flugzeuge mit bis zu 19 Sitzplätzen im Mittelpunkt.
Kassels zentrale Lage bietet dafür günstige Voraussetzungen. Mehrere Ziele liegen innerhalb der erwarteten Reichweite künftiger elektrischer Flugzeuge. Zugleich könnte der Flughafen in ein Netz emissionsfreier Regionalverbindungen eingebunden werden, in dem eine verlässliche Ladeinfrastruktur die beteiligten Standorte miteinander verbindet. An einem solchen Netzwerk arbeitet Evia Aero bereits.
Auch weiter entfernte Ziele könnten perspektivisch über Zwischenstopps angebunden werden. Kassel könnte dabei als Knotenpunkt dienen und einzelne elektrische Teilstrecken miteinander verknüpfen.